Venedig – erste Hälfte

Wir haben es geschafft – wir sind mehr oder weniger spontan nach Venedig gereist. Für vier Tage, jetzt sind genau zwei rum. Ich wollte nur schon mal ein paar Bilder hochladen, die Stadt ist einfach bezaubernd schön.20140117_123505 20140117_124132 20140117_124235 20140117_212233_LLS

Hin und wieder zurück

rosa mohnSlawo und ich waren wieder einmal unterwegs – diesmal aber nicht allzu weit und eigentlich auch gar nicht so spektakulär. Wir sind gewandert,ca. 15 km weit, von unserem Haus zum Osternburger Utkiek und auf einem anderen Wege wieder zurück. Also einmal quer durch Oldenburg gelatscht.

Warum macht man sowas? Nun ja, zum einen wollten wir das schöne Wetter nutzen und diesmal nicht indem wir neun Stunden (Neun!) am Woldsee rumlagen und uns Melonen schmecken ließen, sondern ein wenig aktiver sein. So als Vorbereitung auf was auch immer da noch kommt 😉

Also Rucksack gepackt, Karte rausgekramt, Schuhe an und los. Beim Utkiek waren wir schon öfter, aber nur mit dem Rad und selbst damit hatten wir immer ne gute halbe Stunde gebraucht. Der Utkiek ist eine ehemalige Mülldeponie, die man mit so einigen Folien, Schichten von Kies, Erde und Sand und wieder Folien und Erde abgedeckt und so einen Erdhaufen von beachtlicher Größe geschaffen hat. Damit der Haufen nicht ganz so nutzlos in der Gegend herumsteht, wurden dort mehrere Büddel Wildkrautsamen (also alles, was man so als „Unkraut“ kennt) ausgestreut, um so ein Schmetterlings- und Bienennaherholungsgebiet zu schaffen. Dort wuchern nun Berge von Brombeerranken und wachsen Meere von Disteln, Doldenblütlern und Gräsern. Baumsprösse werden regelmäßig entfernt, denn die Wurzeln könnten eine der empfindlichen Planen zerstören – und Stoffe des Giftmülls freisetzen.

Die Artenvielfalt der Bienen, Wespen, Schmetterlinge, Grashüpfer und weiß der Geier was sonst noch alles für Viehchzeug sprang uns auch sogleich entgegen. Wir kämpften uns durch das meterhohe Gestrüpp zum Aussichtspunkt und auf der anderen Seite gleich wieder runter. Beim Aussichtspunkt sahen und hörten wir einen Touristenführer, der einen Trupp Senioren zutextete, einige bereits bekannte Fakten über den Utkiek. Neu war uns, dass man die Kuppe aus Sicherheitsgründen nicht betreten dürfe. Aha. Wo bitte steht das denn? Und warum laufen gerade einige Läufer des Utkiek-Marathons über den Weg? Nur weil die Absperrung eben jene Läufer daran hindern soll, die falsche Abzweigung zu nehmen, hieß das nicht, dass das Gelände gesperrt ist. Wie kam er denn auf diesen Trichter? War wahrscheinlich zu faul, den ganzen Weg bis hoch zu laufen …

Naja, entsprechend pekiert wurden wir von der Rentnerherde angeschaut, als wir uns auf dem schmalen Schotterweg an ihnen vorbedrängten. Sei’s drum.

Der Rückweg war hart. Solange man ein Ziel vor Augen hat, geht es ganz gut, aber wenn man nun zurück will, einem alles weh tut und man nur noch unter die kühle Dusche will, dann, tja dann schreit das Semesterticket umso lauter. Busse fahren ja überall und ständig. Aber letztenendes haben wir es doch geschafft und wenn auch müde aber glücklich haben wir unsere erste offizielle Wanderung hinter uns gebracht.

Das Ende …

Tja, nun ist es bereits der 09. Oktober und damit der Tag, an dem die Exkursion offiziell beendet ist. Unsere Profs haben sich schon gestern Abend verabschiedet, da zumindest heute einer bereits früh morgens zurück nach Deutschland geflogen ist.

Aber wir haben ja noch zwei Tage. Auch wenn diese so wissenschaftlich sein werden, wie die ersten 5 XD Größtenteils Fotos sortieren. Und angeblich soll es in der Näher unseres nächsten Hotels, wo wir heute hinziehen werden, einen Schmetterlingsgarten geben. Mal schauen.

Gestern Abend wurde jedoch noch ein wenig auf unsere erfolgreiche Exkursion angestoßen, auch wenn alle ziemlich schlapp waren. Das Bier hier ist auch einfach megateuer – eine Dose 2$+ o_O

Freudig werden wir nun in unsere letzte Residenz ziehen und ein wenig ausspannen, bevor es übermorgenfrüh auf den 19-Stündigen Rückweg geht…

Was habe ich von dieser Exkursion und von Costa Rica mitgenommen? Jede Menge Eindrücke, deren Rahmen dieses Blogs sprengen würden. Aber ich hoffe, meine Fotos konnten wenigstens einen kleinen Teil über das Netz nach Deutschland bringen 😉 Aber in Kurzform: Costa Rica war …

heiß, kalt, schwül, regnerisch, interessant, gefährlich, manchmal erschreckend aber auf jedenfall einen Besuch wert!

Die Exkursion war …

spannend, langweilig, anstrengend, chillig, gemütich, unbequem, interessant, langweilig, aber hat mir auf jeden Fall eine Menge gebracht. Ich konnte in einen weiteren Teilbereich der Biologie hineinschnuppern und mir ein besseres Bild machen. Und so interessant Ökologie ist, ich denke nicht, dass es mein Bereich sein wird.

Wenn schon, dann eher Raupenkunde 🙂

Cheers!

Raupen im Labor

Während unserer Zeit in Las Cruces beschäftigte sich meine Gruppe (also eine Freundin und ich) uns mit kleinen, rot-gelben, nach nassem Hund stinkenden Raupen, die auf einer ganz bestimmten Palmart vorkommen.

Unsere erste Fragestellung war, warum die Raupen in großen Gruppen von bis zu 30 Tieren an einem Palmwedel auftreten, wobei sie doch giftig sind. Massenauftreten von Raupen ist häufig eine Methode ungiftiger Raupen, damit möglichst viele Individuen eines Genotyps überleben. So die aktuelle Hypothese aus der Forschung. Giftige Raupen werden jedoch nicht gefressen und können so allein an einem Blatt futtern. Warum dann das vermehrte Auftreten von Eumaeus minyas?

Unsere erste Fragestellung war, wie sie es schaffen, sich zu finden und zusammenzubleiben: Denn sie verpuppen sich auch in größeren Gruppen. Unsere erste Hypothese war, dass sie eine Art Spurpheromon produzieren, ähnlich wie Ameisen.

Die ersten Experimente klappten super und zeigten genau das, was wir wollten. So halb. Im Labor haben wir sie dann wiederholt und festgestellt: Sie haben keinerlei erkennbare Kommunikation. Allerdings fiel uns ein anderer Umstand auf: Sie bewegten sich alle zielstrebig auf die Fensterfront zu.

Weitere Experimente mit Sonnenlicht und LED-Taschenlampe wurden gestartet. Und man höre und staune: Sie bewegen sich immer zum Sonnenlicht, sogar von ihrer Futterpflanze herunter.

Als wir am nächsten Tag diese Ergebnisse reproduzieren wollten, tat sich leider kaum etwas. Einige bewegten sich gar nicht mehr. Das kann jedoch durchaus an dem Stress liegen, den sie die zwei Tage vorher ausgesetzt waren. Jedenfalls sind wir ganz zufreiden mit unseren Ergebnissen. Man kann ganz gut darüber was schreiben und wir sind, weil die Versuche je Durchlauf ne gute Stunde dauern, mit unser Verschritlichung schon ziemlich weit.

Hier ein paar Bilder, wie wir beim Arbeiten sind.

Las Cruces – Fotos Tag 1

Hier schon mal die ersten Eindrücke – wenn Fragen auftauchen, einfach in den Kommentar schreiben 🙂

Ende der ersten Station

La Selva ist vorbei – und wir sitzen bereits in der zweiten Station – las Cruzes. Was soll ich sagen – Qualitätssteigerung um satte 100%

Das Essen – wunderbar. Statt seltsam widerlicher Säfte steht anständiges Wasser auf dem Tisch – und richtige Milch. Kein Milchpulver mehr. Gott sei Dank.

Die Fahrt war lang und holperig, aber ganz nett. At least we survived 🙂 Was haben wir in la Selva eigentlich gemacht? Nun, meine Gruppe hatte sich damit beschäftigt, ob einschichte Hautfarne einen evolutiven Vorteil haben gegenüber mehrschichtigen. o_O

Konkret haben wir drei verschiedene Farne in verschiedenen Höhen im Wald aufgehängt. Und sie trocknen lassen und den Wasserverlust gemessen. Spannend, nicht wahr? Wir haben gefühlt 3000 Messergebnisse, die wir noch Auswerten müssen.

Mal sehen, was wir hier in las Cruzes so machen können. Cool wäre natürlich etwas mit fleischfressenden Pflanzen oder Reptilien. Eine dicke Gottesanbeterin haben wir heute Abend auch schon gesehen.

Fotos kommen etwas später noch mal …

 

Sorry für die Pause…

Nachdem wir Sonntag aus Nosara losgefahren sind, war in San José nicht viel los. Gar nichts. Aber dennoch hier ein paar Bilder aus der „wunderschönen“ Hauptstadt.

Dann ging es gleich weiter zu unserer Forschungsstation. Uiuiui, ich dachte nach San José könnte es kaum … uriger werden. Auf dem Weg zur Station noch in einen Verkehrsunfall geraten, was ewig gedauert hat. Es ist nichts passiert, es war nur nervig, denn es hat zwei Stunden gedauert, bis der Polizist endlich kam und noch eine ganze Weile, bis wir weiterfahren konnten. Von der Station habe ich noch keine Bilder. Hier haben wir kaum Zeit, zwischendurch mal was länger zu schreiben. Noch fünf Tage hier, dann einen Tag Fahrt nach las Cruzes und dort noch mal 5 Tage oder 6 …

Die Station  eiegntlich ganz nett, es ist sehr heiß und schwül, schlimmer noch als in Nosara.Das Essen ist schlechter als in jeedem Schullandheim in DE. Die Zimmer – ein einziger Alptram. Von Geckokot über morsche Betten bis hin zu Schaben, die Anmeldezettel anfressen und handtellergroß sind.

Bullet-Ants werden bis zu 2,5 cm lang. Beinchen und Fühler nicht mitgerechnet. Und die Zähne auch nicht.

Heute auf einer ersten urzen Führung durch den Wald haben wir schon zwei Krokodile, riesige Spinnen und Wespen, Kröten, Frösche, bunte Vögel, Blattschneideameisen und sogar ein Pekari gesehen. Ach ja, und eine Kolonie Bullet-Ants. Das sind die großen, bösen, deren Biss über eine Woche unglaubliche Schmerzen bereiten soll. Es hatte sich heute leider keiner bereit erklärt, einen Selbstversuch zu machen. Schade.